Fliederblüten ernten und als Sirup haltbar machen
Wusstest du, dass die Blüten des gewöhnlichen Flieder, auch gemeiner Flieder, Edelflieder oder Syringa vulgaris genannt, ohne den grünen Teil essbar sind und er in der Naturheilkunde als Heilpflanze gilt? Jedes Jahr freue ich mich, wenn ich im April und Mai die Blüten meines Flieders ernten und leckeren Fliederblüten Sirup herstellen kann. Das Rezept für meinen Sirup und wie du ihn Schritt-für-Schritt herstellst erfährst du weiter unten.
Achtung: bevor du dich jetzt daran machst die Blüten deines Flieders zu ernten, bestimme die Sorte, denn der Sommer-/Schmetterlingsflieder ist giftig! Erster Anhaltspunkt zum Bestimmen der Fliedersorte ist schon die Blütezeit. Der genießbare Flieder blüht im April und Mai, der giftige Sommerflieder ab Juli.
Weitere Informationen zur Bestimmung deines Flieders und der Nutzung findest du auf folgenden Seiten:
Kostbare Natur – Flieder bestimmen
Mein schöner Garten – Ist Flieder giftig oder essbar?

Fliederblüten Sirup selber machen
10-15 Fliederblütendolden (je nach Größe) | 1,5 l Wasser | 1 kg Zucker | 3-5 Heidelbeeren | 150 ml Zitronensaft | 1 Bio-Zitrone | Glasflaschen zum Einkochen
Schritt 1: Fliederblüten ernten und gut abschütteln. Am besten erntest du die Blüten kurz nach dem Abtrocknen des Taues, so gegen 10 Uhr. Dann sind sie nicht feucht und haben ihr volles Aroma.
Schritt 2: Die Blüten vorsichtig von den Dolden zupfen (so wenig Grün wie möglich, da dies bitter schmeckt) und in ein verschließbares Glas geben. In der Zwischenzeit Wasser und Zucker mit den Heidelbeeren in einem Topf aufkochen. Zitronensaft hinzufügen und etwas abkühlen lassen. Die Flüssigkeit sollte beim Auffüllen später noch handwarm sein.

Alle Zubereitungsschritte für Fliederblütensirup findest du auch als Video auf meinem YouTube Kanal:
Schritt 3: Die Zitrone heiß abwaschen, in Scheiben schneiden und mit den Fliederblüten ins Glas schichten. Ich habe ein 3 Liter Glas mit Schnappverschluss verwendet, du kannst aber auch jedes andere verschließbare Glas nutzen – achte nur darauf, dass sich die Blüten durch die Glasöffnung später gut abgießen lassen.
Schritt 4: Anschließend alles mit der vorbereiteten Flüssigkeit auffüllen und verschließen. Der Fliederblütensirup sollte 24-48 h ziehen, am besten das Glas währenddessen in den kühlen Keller stellen und nach der Hälfte der Zeit einmal umrühren.


Schritt 5: Den Fliederblütensirup durch ein Sieb geben und die Flüssigkeit auffangen. Den aufgefangenen Blütensirup nochmals aufkochen und köcheln lassen bis er etwas dicker wird. Je nachdem wie flüssig du ihn haben möchtest, kannst du ihn auch nur kurz (min. 3 Minuten bei 85° C) aufkochen.
Schritt 6: Die Glasflaschen sterilisieren. Ich mache das am liebsten im Backofen. Dafür lege ich die Glasflaschen ohne Verschluss vorsichtig auf das Backblech, schiebe es in den kalten Backofen und sterilisiere sie bei 130° C Ober-/Unterhitze für 20-30 Minuten. Die Verschlüsse sterilisiere ich separat in einer Schüssel. Dafür übergieße ich sie mit heißem Wasser aus dem Wasserkocher und gebe etwas Essigessenz hinzu.

Schritt 7: Den heißen Fliederblüten Sirup in die zuvor sterilisierte Flaschen füllen und direkt verschließen. Zur Verlängerung der Haltbarkeit fülle ich die Flaschen nicht bis obenhin auf (sonst laufen sie beim Einkochen über), sondern lasse etwas Platz und koche den Sirup anschließend nochmal bei 80° C für 30 Minuten im Wasserbad oder Einkochautomaten ein.
Haltbarkeit*: Eingekocht hält der Fliederblütensirup, dunkel und im Keller gelagert, ca. 1 Jahr haltbar. Nach Anbruch sollte er im Kühlschrank aufbewahrt und zügig verbraucht werden.
Weißer, rosa oder violetter Flieder? Du kannst jede Blütenfarbe zu Sirup verarbeiten. Wichtig ist, dass du darauf achtest, dass es sich um den richtigen Flieder handelt und er nicht giftig ist (s. Infos oben). Die Farbe des Sirups variiert je nach Blütenfarbe, du kannst ihn aber auf natürliche Weise färben, s. Farbkick.
Farbkick: Die Heidelbeeren in meinem Rezept dienen nur als natürlicher Farbstoff. Du kannst sie natürlich auch weglassen, dann wird dein Sirup aber eine weniger intensive Rotfärbung haben.



Verwendungsmöglichkeiten von Fliederblüten Sirup:
Der Sirup aus Fliederblüten lässt sich vielseitig einsetzen. Ganz klassisch mit Sprudelwasser aufgegossen als Schorle oder im Sekt oder Prosecco als Alternative zum Hugo mit Holunderblüten, ist er ein leckeres Getränk. Ich verarbeite einen Teil des Sirups gerne zu Fliederblütengelee und stelle im Sommer ein köstliches Fliederblüten-Vanille-Eis her.
Fliederblüten lassen sich auch wunderbar für Tee trocknen.

*Ich übernehme keine Gewähr für die Haltbarkeit und verwendete Fliedersorte, da ich nur für meine eigenen Hygienestandards und Fliedersorte garantieren kann. Achte darauf stets sauber zu arbeiten, halte dich an die Mengenangaben und Zubereitungsschritte, so wie die Merkmale der Pflanzengattung und dein Sirup ist genießbar und lange haltbar.
Zutaten
10-15 Fliederblütendolden (je nach Größe)
1,5 l Wasser
1 kg Zucker
3-5 Heidelbeeren
150 ml Zitronensaft
1 Bio-Zitrone
Glasflaschen zum Einkochen
Achtung: Informiere dich vor der Zubereitung über die Merkmale der richtigen Fliedersorte, um eine versehentliche Vergiftung durch Schmetterlings-/Sommerflieder zu vermeiden!
Zubereitung
Schritt 1: Fliederblüten ernten und gut abschütteln. Am besten erntest du die Blüten kurz nach dem Abtrocknen des Taues, so gegen 10 Uhr. Dann sind sie nicht feucht und haben ihr volles Aroma.
Schritt 2: Die Blüten vorsichtig von den Dolden zupfen (so wenig Grün wie möglich, da dies bitter schmeckt) und in ein verschließbares Glas geben. In der Zwischenzeit Wasser und Zucker mit den Heidelbeeren in einem Topf aufkochen. Zitronensaft hinzufügen und etwas abkühlen lassen. Die Flüssigkeit sollte beim Auffüllen später noch handwarm sein.
Schritt 3: Die Zitrone heiß abwaschen, in Scheiben schneiden und mit den Fliederblüten ins Glas schichten. Ich habe ein 3 Liter Glas mit Schnappverschluss verwendet, du kannst aber auch jedes andere verschließbare Glas nutzen - achte nur darauf, dass sich die Blüten durch die Glasöffnung später gut abgießen lassen können.
Schritt 4: Anschließend alles mit der vorbereiteten Flüssigkeit auffüllen und verschließen. Der Fliederblütensirup sollte 24-48 h ziehen, am besten das Glas währenddessen in den kühlen Keller stellen und nach der Hälfte der Zeit einmal umrühren.
Schritt 5: Den Fliederblütensirup durch ein Sieb geben und die Flüssigkeit auffangen. Den aufgefangenen Blütensirup nochmals aufkochen und köcheln lassen bis er etwas dicker wird. Je nachdem wie flüssig du ihn haben möchtest, kannst du ihn auch nur kurz (min. 3 Minuten bei 85° C) aufkochen.
Schritt 6: Die Glasflaschen sterilisieren. Ich mache das am liebsten im Backofen. Dafür lege ich die Glasflaschen ohne Verschluss vorsichtig auf das Backblech, schiebe es in den kalten Backofen und sterilisiere sie bei 130° C Ober-/Unterhitze für 20-30 Minuten. Die Verschlüsse sterilisiere ich separat in einer Schüssel. Dafür übergieße ich sie mit heißem Wasser aus dem Wasserkocher und gebe etwas Essigessenz hinzu.
Schritt 7: Den heißen Fliederblüten Sirup in die zuvor sterilisierte Flaschen füllen und direkt verschließen. Zur Verlängerung der Haltbarkeit fülle ich die Flaschen nicht bis obenhin auf (sonst laufen sie beim Einkochen über), sondern lasse etwas Platz und koche den Sirup anschließend nochmal bei 80° C für 30 Minuten im Wasserbad oder Einkochautomaten ein.
Tipps
Haltbarkeit*: Eingekocht hält der Fliederblütensirup, dunkel und im Keller gelagert, ca. 1 Jahr haltbar. Nach Anbruch sollte er im Kühlschrank aufbewahrt und zügig verbraucht werden.
Weißer, rosa oder violetter Flieder? Du kannst jede Blütenfarbe zu Sirup verarbeiten. Wichtig ist, dass du darauf achtest, dass es sich um den richtigen Flieder handelt und er nicht giftig ist (s. Infos im Beitrag). Die Farbe des Sirups variiert je nach Blütenfarbe, du kannst ihn aber auf natürliche Weise färben, s. Farbkick.
Farbkick: Die Heidelbeeren in meinem Rezept dienen nur als natürlicher Farbstoff. Du kannst sie natürlich auch weglassen, dann wird dein Sirup aber eine weniger intensive Rotfärbung haben.
